Norah Jones


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Leben & Werk

Acht Grammies, 18 Millionen verkaufte Tonträger: Mit ihrer melancholischen Melange aus Jazz, Blues und Country sowie ihrer samtweichen Stimme stieß Norah Jones bereits mit dem Debütalbum in Verkaufsregionen vor, die andere Superstars in ihrer ganzen Karriere nicht erreichen.

Zwei Monate vor ihrem 24. Geburtstag wurde die aparte Sängerin offiziell in die Riege der US-amerikanischen Superstars aufgenommen: Bei der Grammy-Verleihung im Februar 2003 räumte Norah Jones mit acht Awards so viele Trophäen ab wie kaum ein Künstler vor ihr. Schon im Vorfeld ließ die Produktion der Platte großes erahnen, schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass sich der Chef des renommierten Jazz-Labels Blue Note, Bruce Lundvall, höchstpersönlich eines Newcomers annimmt und eine Produzenten-Legende wie Arif Mardin (u.a. Aretha Franklin, Dusty Springfiedl, Bee Gees) hinter dem Mischpult sitzt. Doch wenn es sich bei dem aufstrebenden Talent um die Tochter des indischen Sitar-Großmeisters Ravi Shankar handelt und schnell erkennbar wird, dass der Genius des Vaters auch in der Tochter aufblüht, steht auch die erste Garde im Jazz-Bereich Gewehr bei Fuss.

Geboren wurde Norah Jones am 30. März 1979 in New York. Sie wuchs bei ihrer Mutter in Texas auf, wo sie sich früh für Jazz-Größen wie Billie Holiday und Bill Evans begeisterte. Während ihrer Schulzeit an der künstlerisch orientierten Booker T. Washington High School for Performing Arts and Visuals in Dallas gewann Jones den Student MusicAward des Jazz-Magazins „Down Beat“ als beste Jazz-Sängerin und für die Beste Eigenkomposition im Jahr 1996. Nichtsdestotrotz stellte Jones ihre Gesangkarriere zunächst hintan und konzentrierte sich auf eine Ausbildung für Jazz-Klavier und nahm ein entsprechendes Studium an der University Of North Texas auf. Im Sommer 1999 besuchte sie einen Freund in Greenwich Village und beschloss, begeistert von Landschaft und Umgebung, dort zu bleiben. Hier begann Jones verstärkt, eigene Songs zu schreiben, trat mit dem TripHop-Projekt Wax Poetic auf und formierte ihre eigene Band mit den Musikern Jesse Harris (Gitarre), Lee Alexander (Bass) und Dan Rieser (Schlagzeug), mit denen sie fortan auch gemeinsam an Songs arbeitete.

Im Oktober 2000 nahm die Formation einige Demos für Blue Note Records auf, wo die Verantwortlichen schnell von der jungen Sängerin überzeugt waren. Anfang 2001 unterschrieb Norah Jones einen Plattenvertrag bei dem legendären Jazz-Label. Ihre Musik als reinrassigen Jazz zu bezeichnen, wäre indes falsch, vielmehr kombiniert die Sängerin mit ihrer Band überaus stimmig Enflüsse diverser US-amerikanischer Genres wie Blues, Country, Folk, Soul und eben auch Jazz, ohne einen gewissen Pop-Appeal vermissen zu lassen. Nach Vertragsunterzeichnung schloss sich Jones zunächst der Live-Band von Jazz-Star Charlie Hunter an, mit dem sie den Großteil des Jahres auf Tournee ging. Zuvor hatte sie bereits einen Gastpart auf Hunters Album „Songs From The Analog Playground“ beigesteuert. Parallel arbeitete sie weiter an eigenen Songs, die sie mit den Star-Produzenten Craig Street (u.a. Cassandra Wilson, k.d., Manhattan Transfer) und dem bereits erwähnten Arif Mardin aufnahm.

Ihr Debütalbum „Come Away With Me“, auf dem Jazz-Sessions-Größen wie Gitarrist Bill Frisell und Drummer Brian Blade mitwirkten, entwickelte sich nach der Veröffentlichung Anfang 2002 rasch zum durchschlagenden Erfolg. Kritiker und Plattenkäufer waren sich einig, mit Norah Jones eines der größten Talente der letzten Jahre entdeckt zu haben. Die weltweiten Plattenverkäufe waren bereits beachtlich, erlebten aber durch die denkwürdige Grammy-Nacht im Februar 2003 noch einmal einen gewaltigen Anschub: Mittlerweile sind von dem Debüt über 18 Millionen Exemplare über die Ladentische gewandert. Neben dem amerikanischen Musikpreis erhielt die Sängerin auch international zahlreiche prestigeträchtige Auszeichnungen, darunter zwei World Music Awards, einen Echo, einen Brit-Award und einen niederländischen Edison.

Kurz nach der Grammy-Verleihung wurde in zahlreichen Ländern das TV-Special „Norah Jones Live In New Orleans“ ausgestrahlt, das wenig später auch auf DVD erschien. Nach einer ausgedehnten Konzertreise machte sich die Sängerin, erneut unterstützt von Arif Mardin, an die Produktion ihres zweiten Albums. Neben eigenen Stücken und Songs aus der Feder ihrer Bandkollegen adaptierte sie auf „Feels Like Home“ auch ausgesuchte Fremdkompositionen wie „Be Here To Love Me“ von Townes Van Zandt und Duke Ellingtons „Melancholia“, das Norah Jones in die bittersüße Ballade „Don’t Miss You At All“ verwandelte. Beim swingenden „Creepin‘ In“ gesellte sich Countrystar Dolly Parton als Duettpartnerin hinzu. Die Anfang 2004 veröffentlichte CD knüpfte nahtlos an die Erfolge des Debüts an, erreichte in Deutschland und den USA die Charts-Spitze und vergrößerte die bereits über 80 Trophäen starke Platinsammlung der Sängerin deutlich. Die Gesamtzahl ihrer verkauften Tonträger war indes auf 30 Millionen angewachsen. Anfang 2007 folgte mit „Not Too Late“ das dritte Studioalbum, auf dem Jones gewohnt hochklassige Hitkost bot und ihre außergewöhnliche Erfolgsgeschichte damit mühelos fortsetzte.

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